Sicherheit

Nach Jeff Cooper

Echte Unfälle, das heißt, durch mechanisches Versagen an der Waffe hervorgerufene Ereignisse, sind nach Jahrhunderten der Entwicklung sehr selten geworden. Wenn ein Schaden entsteht sind mindestens zwei der nachfolgenden Regeln verletzt worden. Die meisten unbeabsichtigten Schussauslösungen geschehen im Zusammenhang mit dem Verstauen der Waffe (Hineinschieben, Herausziehen aus dem Auto, einem Behältnis, dem Halfter).

Ladezustand

„Alle Waffen sind immer geladen“ die einzige Ausnahme besteht bei einer Waffe, mit deren Bedienung man vertraut ist und bei der man sich von Gegenteil überzeugt hat; aber auch nur solange man die Waffe in der Hand behält. Nimmt man eine Waffe auf, oder bekommt sie überreicht, so gilt sie als geladen. Ungeladene Waffen schießen am lautesten.

Mündungsdisziplin

„Die Mündung der Waffe nie auf etwas richten, das man nicht zu töten, zerstören (oder kaufen) bereit ist“ das gilt auch für die passive Form (zeigen lassen). Dabei auch auf harte Oberflächen achten, von denen ein Geschoss abprallen kann. Hinweis: Beim Ziehen der Waffe aus dem Halfter ist es körpermechanisch nicht möglich, diese Regel durchgehend zu befolgen.

Abzugsdisziplin

„Finger weg vom Abzug, außer die Waffe ist auf das Ziel gerichtet und die Entscheidung zu Schießen bereits getroffen“ die richtige Position des Abzugsfingers ist nicht nur außerhalb des Abzugsbügels, sondern so weit nach oben gestreckt, wie physisch möglich. Dies dient dazu, eventuelle Auswirkungen von natürlichen Reaktionen (Greifreflex, Schreckreflex) zu verhindern. Hinweis: Beim Ziehen (siehe Regel 2!!!) ist die Fingerposition entscheidend. Beim Versorgen der Waffe auch auf Fremdkörper im Abzugsbereich (z.B. Kleidung) achten.

Ziel & Kugelfang

„Beachte das Ziel und was davor und dahinter ist“ es wird ausschließlich auf positiv identifizierte Ziele geschossen, und nicht auf Geräusche, Schatten oder Bewegungen. Zwischen Mündung und Ziel dürfen sich weder Personen noch Gegenstände befinden. Hinter dem Ziel muss ein ausreichender Kugelfang vorhanden sein, da das Geschoss das Ziel verfehlen, es durchdringen oder davon abgelenkt werden kann.

Zusätzliche Regeln

Gehörschutz

Am Schießstand besteht zu allen Zeiten und für jeden Gehörschutzpflicht. Jeder Anwesende sorgt selbst und auf eigene Gefahr für ausreichenden Gehörschutz.

Schutzbrille

Am Schießstand besteht zu allen Zeiten und für jeden Schutzbrillenpflicht. Träger von optischen Brillen können auf eigene Gefahr ohne zusätzliche Schutzbrille anwesend sein, sollen aber entweder direkt zum Ziel oder genau weg vom Ziel schauen, da sonst eventuelle Geschossreste oder andere Objekte an der Brille vorbei in das Auge gelangen könnten.

Alkoholverbot

Alkohol und Schußwaffen passen nicht zusammen. Punkt.

Schutzausrüstung

Wer über sonstige Schutzausrüstung (Kopfbedeckung, Schutzkleidung, etc.) verfügt, soll diese mitbringen. Mitgebrachte Schutzausrüstung ist jedenfalls zu tragen.

Sicherheitsbestimmungen

Anweisungen

Den Anweisungen der Standaufsicht ist Folge zu leisten. Missachtung von Anweisungen oder Sicherheitsbestimmungen kann mit Standverweis geahndet werden. Ein Standverweis begründet keine Ersatzansprüche hinsichtlich Standgebühren, Kursgebühren oder sonstiger Art.

Führen der Waffe

Waffen dürfen ausschließlich in Halftern geführt werden. Das Entfernen der Waffe aus dem Halfter ist nur nach expliziter Anweisung durch die Standaufsicht gestattet. Muss eine Waffe abgelegt oder in ein Behältnis gegeben werden, so ist dies nur im entladenen Zustand erlaubt. Hinweis: Das Führen der Waffe außerhalb des Schießstandes ist nur Inhabern eines österreichischen Waffenpasses gestattet.

Manipulieren an der Waffe

Manipulationen an der Waffe dürfen ausschließlich an der Feuerlinie oder in der „Fummelecke“ und nur nach Erlaubnis der Standaufsicht durchgeführt werden. Dies betrifft im besonderen Laden, Entladen, Störungsbehebung und Reinigung.

Ausprobieren von Ausrüstung

Das Ausprobieren von Ausrüstungsteilen und Waffen anderer Teilnehmer im Zuge des Kurses ist grundsätzlich untersagt. Teilnehmer, die Leihausrüstung verwenden, haben sich mit deren Bedienung vertraut zu machen. Die Standaufsicht kann während einer Pause einzelnen Teilnehmern auf deren eigene Gefahr eine Ausnahme gestatten – in diesem Fall sorgt die Standaufsicht jedoch ausschließlich dafür, dass der Schießstand diesem Teilnehmer zur Verfügung steht.

Eigenverantwortung

Die Teilnehmer sind angehalten, eventuellen Verstößen selbst Abhilfe zu schaffen und ihr eigenes Risiko zu bestimmen indem sie an Übungen nicht teilnehmen bzw. den vermeintlichen Gefahrenbereich verlassen.

Rechtsfolgen

Risiko

Ich könnte heute sterben oder verletzt werden. Mir ist bewusst, dass trotz der Sicherheitsbestimmungen und dem besten Bemühen der Standaufsicht niemand verhindern kann, dass ich mir selbst oder einem anderen schade bzw. ich von einem anderen geschädigt werde. Ich nehme auf eigene Verantwortung und auf eigene Gefahr teil.

Übungsablauf

Ich überzeuge mich vor der Teilnahme an einer Übung davon, dass die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und ich den Übungsablauf verstanden habe. Eventuelle Zweifel melde ich sofort der Standaufsicht.

Ausrüstung

Ich bin mit der von mir verwendeten Ausrüstung vertraut bzw. ausreichend vertraut gemacht worden. Für die Übungen verwende ich ausschließlich mir vertraute Ausrüstung. Im Falle des dauernden oder zeitweiligen Ausfalls von Ausrüstungsteilen sorge ich auf eigene Gefahr für Ersatz und mache mich selbständig mit dessen Besonderheiten vertraut.

Haftung

Ich bin für alle von mir abgegebenen Schüsse voll verantwortlich und habe eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

OPS International
 
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